Fahrradcomputer

älterer Herr auf dem Fahrrad prüft seinen Fahrradcomputer

Fahrradcomputer für Senioren

Spätestens seit Corona ist der Fahrradmarkt explodiert – immer mehr Menschen wollen von den Benefits eines ausgewogenen Sports wie dem Biken profitieren. Das gilt für kaum ...

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Im Technik-Dschungel der heutigen Zeit kann es schnell mal unübersichtlich werden. Besonders beim Thema Fahrradcomputer. Hier wird man förmlich von Angeboten erschlagen. Wir möchten dir daher einen kleinen Ratgeber an die Hand geben, der dir die Basics erklärt, um dir ein übersichtliches Bild zu geben.

Ob du mit dem Rennrad, dem Mountainbike oder dem Trekking-Rad unterwegs bist, spielt hier eine eher untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass du konstante GPS Signale und zuverlässige Daten aus deinem Fahrradcomputer ziehen kannst. So macht die Radtour maximal Spaß – und wenn man danach in geselliger Runde noch mit seinen geschafften Höhenmetern angeben kann, ist das doch eine Win-Win Situation, oder? Fangen wir aber bei den Basics an. Hier lautet die Frage:

Wie funktioniert ein Fahrradcomputer?

Prinzipiell ist die Funktion bis heute gleich geblieben: Ein kleiner Magnet an einer Speiche induziert in einer an der Gabel befestigten Spule einen Spannungsimpuls und sendet diese Infos an deinen Radcomputer. Alternativ löst ein Speichenmagnet einen Magnetschalter aus.

Heutzutage haben viele Modelle bereits auf kabellos umgestellt. Mit dieser Übertragung gibt es eigentlich keine Probleme. Früher brach das Signal gerne mal zusammen, besonders bei Stromleitungen oder beim Nutzen von LED Lampen. Durch Bluetooth oder Ant+ Verbindungen hat man weniger Kabelsalat und einen zuverlässigen Informationsfluss zwischen Gerät und Benutzer. Dennoch kann es immer mal wieder zu Unterbrechungen in der GPS Verbindung kommen. Besonders in Grenzgebieten und in Innenstädten mit höheren Gebäuden.

Was muss ein Fahrradcomputer können?

Gab es früher die klassischen Fahrradcomputer mit Basisangaben wie Geschwindigkeit oder einfachen Navi-Features, so sind es heutzutage weitaus mehr. Durch die technischen Entwicklungen der letzten Jahre haben sich viele neue Funktionen dazu gesellt, manche mehr oder weniger nützlich. Es befinden sich neben der einfachen GPS-Navigation von A nach B auch folgende Merkmale bei Radcomputern: Detaillierte Höhenmeter-Profile, Steigungswinkel der Strecke, Kalorienverbrauch, Herzfrequenz oder die Wettervorhersage, um nur einige zu nennen. Das ist oftmals hilfreich, aber man sollte sich dennoch selbst fragen: Brauche ich das alles? Oder kann ich einige Dinge meinem Handy überlassen und mich mit dem Radcomputer nur auf die Basics konzentrieren und somit beim Preis sparen?

Die verschiedenen Modelle: Welcher ist er beste Fahrradcomputer?

Bevor du in den Geräte-Dschungel eintauchst, frage dich vorher, welche Funktionen dir wichtig sind. Vielleicht hast du vor, im Frühjahr auf dem Rad fit zu werden und ein paar Kilo loszuwerden? Dann sind Fahrradcomputer mit Funktionen wie Kalorienzähler von Vorteil. Vielleicht bist du aber schon im Training und möchtest möglichst viele steile Rampen fahren, um in diesem Bereich besser zu werden. Wofür du dich auch entscheidest, vorher sollten einige Dinge geklärt werden:

  • Möchtest du die Daten mit Kabel oder drahtlos übertragen?
  • Brauchst du volle Kontrolle über Herz– und Trittfrequenz?
  • Willst du deine Routen am Computer oder mit Apps für Fahrräder auswerten?
  • Möchtest du den Komfort eines Rad-Navis nutzen oder reicht es einem GPS Track nachzufahren?
  • Wie viel möchtest du ausgeben?

Fahrradcomputer mit Trittfrequenz

Um dein Training genau zu messen, kannst du Schwankungen in deiner Trittfrequenz messen. Dieser funktioniert ganz ähnlich wie der Radsensor zur Geschwindigkeitsmessung: Ein Magnet wird an der Kurbel befestigt und ein daneben angebrachter Sensor zählt die Umdrehungen.

Fahrradcomputer mit Höhenmesser

Höhenmeter-Angaben sind für dich bei jeder Radtour das Salz in der Suppe? Vielleicht hast du ja Zielvorgaben wie: „Heute möchte ich die 1700 Höhenmeter knacken.“ Dann ist ein Fahrradcomputer mit Höhenmeter-Angaben unerlässlich, aber auch ein Kostenpunkt. Tipp: Viele Handy-Apps wie Komoot oder Trailforks haben diese bereits, doch dazu später mehr.

Fahrradcomputer mit Pulsmesser / Herzfrequenz

Fahrradcomputer mit dieser Funktion sind Trainingspartner UND ein Tool zum Controlling: Du kannst deinen Fortschritt super einschätzen und siehst, wo die Reise hingeht. Bist du vom Puls her im sogenannten aeroben oder anaeroben Trainingsbereich? Die ideale Pulsfrequenz macht hier den Unterschied aus, ob du deinem Körper zu viel Stress zumutest oder ob er in dem idealen Fenster ist, um Trainingsziele wie beispielsweise Gewichtsverlust zu erreichen.

Fahrradcomputer für Senioren

Gut lesbare Displays und besonders benutzerfreundlich sollen sie sein, die Fahrradcomputer für Senioren. Nicht zu viel Schnickschnack und leicht verständliche Funktionalität, damit man sich schnell zurechtfindet, wären hier empfehlenswert.

Fahrradcomputer für Kinder

Hier lautet das Zauberwort: Robustheit. So manches Elternteil rauft sich die Haare, wenn das neu gekaufte Elektronik-Gerät bereit nach gefühlten zwei Minuten auf dem Boden zerschellt, weil das Kind es unwissend schmeißt, um mal zu schauen, was es so aushält. Bei Fahrradcomputern für Kinder ist es daher ratsam, nach dem Modell „Unkaputtbar“ zu suchen. Dazu empfehlen wir, je nach Alter des Kindes, eine leicht verständliche Benutzeroberfläche zu wählen.

Fahrrad Navi / Fahrradcomputer mit GPS

Was beim Auto schon länger gang und gäbe ist, gilt seit ein paar Jahren auch beim Fahrrad als Standard. Die Fahrradnavis führen dich ans Ziel und du brauchst nicht anhalten, um dein Smartphone herauszukramen oder um nach dem Weg zu fragen. Nachteil: Diese Funktion gilt als eine der teuersten.

Welches Zubehör gibt es für Radcomputer?

Sowohl Fahrradcomputer sind in großer Auswahl vorhanden, wie auch deren Zubehör. Hier gibt es durchaus nützliche Komponenten, die universell einsetzbar sind.

  • Schutzhülle: Zu viel Wasser ist der Todfeind vieler Geräte. Doch nicht nur das, auch Staub und Dreck können in das Gerät eindringen und es beschädigen. Eine gute Schutzhülle tut das, was man vor ihr erwartet: Sie schützt.
  • Batterien: Radcomputer funktionieren nicht ohne Batterien. Davon solltest du genügend vorrätig haben, damit dir unterwegs nicht der Saft ausgeht.
  • Halterung: Bei den meisten Fahrradcomputern ist eine Halterung bereits mit dabei. Alternativ bietet sich ein Halterungssystem mit Magnet an.
  • Zusätzliche Sensoren: Mit zusätzlichen Sensoren lassen sich weitere Funktionen nutzen. Wie zum Beispiel für die Tritt- und Herzfrequenzmessung.

Akkulaufzeit der Fahrradtachos

Das variiert je nach Hersteller, Nutzung und Funktion. Beispielsweise haben einige Modelle eine Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden bei GPS-Nutzung. Ohne GPS ist das deutlich mehr. Hierzu raten wir immer die Angaben des Herstellers zu überprüfen. Denn meistens sind die Angaben der Hersteller ja Werte unter perfekten Bedingungen. Bei älteren Akkus, oder wenn andere Apps aktiv sind, erreicht man diese Werte nicht.

Bekannte Hersteller und Marken im Überblick

Die bekanntesten Marken sind wie folgt:

  • Sigma Sport
  • VDO
  • Blusmart
  • Ciclosport
  • Garmin

FAQ: Häufige Fragen rund um Fahrradcomputer

Wie wird der Radumfang gemessen?

Um den Reifenumfang zu messen, solltest du das Vorderrad aufpumpen, wie es im Normalfall gefahren würde. Dann das Reifenventil senkrecht zum Boden stellen. Diese Stelle am Boden markieren. Danach das Rad um eine Radumdrehung rollen, bis das Ventil erneut senkrecht steht. Der zurückgelegte Abstand ist der Radumfang. Diesen Wert in den Fahrradcomputer eintragen.

Ist es möglich, einen Radcomputer am Moped anzubringen?

Rein technisch gesehen ist das möglich, aber nicht unbedingt empfehlenswert.

Lohnt sich ein Fahrradcomputer für einen Heimtrainer?

Ein guter Heimtrainer hat bereits alle notwendigen Anzeigen und benötigt somit in den meisten Fällen keinen zusätzlichen Radcomputer.

Solarbetriebene Fahrradcomputer – eine gute Investition?

Nachhaltigkeit ist dir wichtig? Dann sind die mit Sonnenenergie betriebene Geräte vielleicht genau das Richtige. Zwar sind auch hier Batterien für den Notfall eingebaut, aber die Batterien laden sich zumeist selbst über die eingebauten Solarpanele wieder auf, sodass sie nicht ausgetauscht werden müssen. Kostenpunkt: ab ca. 20 Euro.

Gibt es einen Fahrradcomputer-Test der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat 2010 einen Test von Fahrradcomputern durchgeführt. Im Praxistest waren damals Geräte ab bereits 8 Euro erhältlich. Da es schon eine Weile her ist, gilt er natürlich inzwischen als nicht mehr aktuell. Einige der ausgezeichneten Modelle lassen sich nur noch schwer finden. Tipp: Unsere Reviews der verschiedenen Modelle in den nächsten Blogs lesen und fündig werden – ganz ohne Stiftung Warentest!

Hat Öko-Test einen Fahrradcomputer-Test mit Testsieger veröffentlicht?

Technische Produkte wie Fahrradcomputer werden hier nur selten getestet, da man sich hier auf die Bereiche Nachhaltigkeit und Ökologie fixiert hat. Daher gibt es unseres Wissens im Moment keinen Test dergleichen. Sollte sich dies ändern, wird es an dieser Stelle aktualisiert.

Die wichtigsten Fragen

Bevor du tief in die Tasche greifst, wollen wir dir vorher noch einige Funktionen des Fahrradcomputers zeigen, die für deine Kaufentscheidung relevant sein könnten.

Hier ist die Reifengröße entscheidend. Sie muss im Gerät vermerkt werden. Ist das erledigt, sind oftmals die Tachos mit Sensor etwas genauer als die mit GPS.

Neben den Absolutwerten sind auch Durchschnittswerte wie die Geschwindigkeit hilfreich. Dadurch kannst du deine Trainingsziele besser erreichen und findest leichter heraus, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Höhenmesser sind auch gute Indikatoren für Performance.

Fast jeder hat heutzutage ein Smartphone. Und somit auch Zugang zu Radtour-Apps wie Komoot, Strava und Co. Diese Apps sind super hilfreich, wenn es darum geht, seine Tour zu planen. Und wenn man beispielsweise bei Komoot die Premium-Version kauft (ca. 30 Euro), bekommt man Offline Maps, die auch im größten Funkloch funktionieren sollten. Dennoch haben die Handy Apps auch Nachteile, wie beispielsweise der Akku-Verbrauch während der Navigation.

Natürlich kann hier eine Powerbank helfen. Doch viele Radfahrer sind bis auf das letzte Gramm Gewicht bedacht und verzichten gleich ganz auf das Smartphone. Sie schnallen einfach den Fahrradcomputer aufs Lenkrad und schon geht die Tour los. Mit weniger Gewicht und längerer Akkulaufzeit. Im Endeffekt kommt es meistens auf die persönliche Präferenz an. Und welche Art von Radfahrer man ist und wo, beziehungsweise "wie" man fährt. Wer zum Beispiel gerne auf ruppigen Trails unterwegs ist, der sollte eher darauf verzichten, da ein Sturz schnell den Computer schrotten könnte. Als Rennradfahrer, der viele Höhenmeter fährt und auf jedes Gramm achtet, für den macht ein leichter Bordcomputer schon Sinn.

Tachos mit Kabel und der absoluten Basisausstattung sind ab ca. 15€ verfügbar. Hier sollte man allerdings keine Wunderdinge erwarten. Drahtlose Radcomputer sind ab etwa 30€ zu finden. Mittelklasse bis High-End Modelle können schnell die Marke von 150-450€ übersteigen.

Fazit

Wir hoffen, dass wir ein wenig Licht ins Dunkel des Fahrradcomputer Universums bringen konnten. In unseren nächsten Blogs werden wir noch mehr in die Tiefe gehen und die verschiedenen Modelle mit ihren Funktionen unter die Lupe nehmen.