Wann, warum & wie lange kein Sport nach einem frischen Tattoo?

Du hast dich endlich getraut und hast dir dein lang ersehntes Tattoo stechen lassen? Mega, ich habe selber einige Tattoos und kenne das berauschende Gefühl nur zu gut. Jedoch solltest du nach dem Tattoo erstmal auf Sport verzichten. Ein Tattoo ist eine offene Wunde. Beim Sport entstehender Schweiß kann Keime in die Wunde treiben und so langanhaltenden Schaden anrichten. Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden!

Hier erfährst du, wieso Sport nach einem neuen Tattoo tabu ist und wie du dein Tattoo stattdessen gut verpflegen kannst, damit die Farbe so gut es geht erhalten bleibt

Warum Sport nach einem Tattoo keine gute Idee ist

Viele unterschätzen es, doch ein Tattoo ist eine offene Wunde, die erstmal abheilen muss. Belastung, Reibung und Schweiß stören die Wundheilung und können irreparablen Schaden anrichten. Besonders der Schweiß, der beim Sport entsteht, kann Keime in die Wunder treiben und so für schmerzhafte Entzündungen sorgen.

Sport sorgt außerdem für eine stärkere Durchblutung, die im wahrsten Sinne die Farbe des Tattoos „wegschwemmen“ kann. Besonders in Gelenkbereichen kann die Farbe bei einer zu hohen Blutzirkulation herausgedrückt werden. So verschwimmt dein Tattoo und die Farbe verbleicht. 

Wenn du also länger etwas von deinem Tattoo haben willst und die Farbe so gut es geht erhalten willst, solltest du nach dem Tattoo erstmal auf Sport verzichten.

So lange solltest du auf Sport nach dem Tattoo verzichten

Wie lange du genau auf Sport verzichten solltest, hängt von deiner individuellen Wundheilung und der Größe deines Tattoos ab. In der Regel wird empfohlen, ca. 2 Wochen auf Sport zu verzichten.

Ich erinnere mich an ein kleines Tattoo, was mir vor einigen Jahren gestochen wurde. Der Tätowierer sagte, ich könne direkt in ein paar Tagen wieder Sport machen, da das Tattoo extrem klein war. In den meisten Fällen sind es aber tatsächlich 2 Wochen. 

ca. 2 Wochen

Einfache Sportarten zum Einsteigen

Nachdem das Tattoo einigermaßen abgeheilt ist, kannst du mit Sportarten anfangen, die nicht allzu schweißtreibend sind. Während einer Halbmarathon Vorbereitung solltest du also nicht auf die Idee kommen, dir ein neues Tattoo stechen zu lassen. Mache stattdessen einen längeren Spaziergang, um deine 4.000 Schritte am Tag hereinzubekommen oder mache eine entspannte Runde Hatha Yoga.

Auch eine entspannte Runde mit dem Fahrrad kann dein Verlangen nach körperlicher Bewegung in dieser Zeit etwas stillen.

Dos and Don'ts zur Tattoo Pflege

Hier sind weitere Tipps und Ratschläge, mit denen du dein Tattoo möglichst lange erhalten kannst.

Dont's: Nach Tattoo heiß Duschen

Wahrscheinlich hat dein Tätowierer dich vor heißen Duschen bereits gewarnt, doch ich wiederhole es hier noch einmal. Eine heiße Dusche ist mit einem neuen Tattoo ein absolutes Tabu. Warmes Wasser weitet die Poren, wodurch die Farbe des Tattoos weggeschwemmt werden kann. Nutze stattdessen kaltes Wasser an der Stelle des Tattoos.

Zudem solltest du die ersten Duschen nach der Tätowierung schnell abschließen und anschließend die Stelle des Tattoos mit einem weichen, sauberen Tuch abtupfen, um eine unproblematische Heilung zu unterstützen.

Dont's: Kratzen

Ich kenne es selber, ein heilendes Tattoo beginnt nach einer Weile zu jucken und der Reiz es zu kratzen ist so groß! Doch Kratzen ist ein absolutes Tabu! Ich habe den Fehler einmal begangen und bereue es noch heute. Beim Kratzen, kratzt du nicht nur die Kruste der heilenden Wunde ab, sondern ziehst dabei gleichzeitig auch Farbe aus der Tätowierung heraus. Die Folge davon ist ein verblasstes Tattoo, was an verschiedene Stellen kaum noch Farbe hat. Jetzt musst du es aufwendig nachstechen lassen… glaub mir, das ist es nicht wert!

Do's: Heilungssalbe

Ein Do auf der anderen Seite ist das Verwenden von Heilungssalbe. Wie gesagt, ein Tattoo ist eine offene Wunde, die heilen muss. Eine Heilungssalbe kann den Heilungsprozess unterstützen und verhindert gleichzeitig, dass das Tattoo austrocknet. 

Do's: Sonnencreme

Ist dein Tattoo abgeheilt, ist es ebenfalls ratsam Sonnencreme auf das Tattoo aufzutragen. Der natürliche UV-Schutz der Haut ist so kurz nach dem Stechen noch nicht wieder hergestellt, so läuft die Haut deines Tattoos Gefahr sich zu verbrennen. Zudem greift die Sonneneinstrahlung die Farbpigmente der Tattoofarbe an und kann das Tattoo so ausbleichen. Wenn du dein Tattoo pflegen und lange erhalten willst, solltest du bei Sonneneinstrahlung definitiv Sonnencreme auftragen.

Tipps: Verzichte auch VOR dem Tattoo auf Sport

Ein extra Tipp von mir: verzichte auch vor dem Stechen eines neuen Tattoos auf Sport. Willst du vor dem Tattoo Termin morgens eine Runde joggen gehen, solltest du dir das noch einmal genauer überlegen.

Sport, besonders Ausdauersport, sorgt für eine Weitung der Blutgefäße und eine stärkere Durchblutung. Das ist normalerweise kein Problem. Beim Stechen eines Tattoos kann es jedoch zu unerwünschten, stärkeren Blutungen führen.

Eine gemütliche Stunde Vinyasa Yoga oder eine Runde Spazierengehen ist aber kein Problem 🙂

Wie du deinem Körper trotzdem etwas Gutes tun kannst

Bist du jedoch wie ich, kaum ruhig zu halten, wenn du nicht irgendeine körperliche Aktivität machst, können ruhige Dehnübungen helfen, um den Körper ein wenig zu spüren. Ein paar Übungen mit einer Faszienrolle aus Holz (natürlich nicht auf der Stelle des Tattoos) können den Körper ein wenig auflockern, ohne die Durchblutung zu sehr in die Höhe zu treiben. Mir hat auch immer eine ruhige Stunde Yin Yoga oder Faszien Yoga gefallen, da man bei diesen Yogastilen mit dem Körper arbeitet, ohne die Durchblutung zu sehr anzukurbeln.

Fazit

Sport nach einem Tattoo ist keine gute Idee. Die frische Wunde muss erstmal verheilen. Mit Sport wird Schweiß und Reibung auf der Haut erzeugt, die Keime in die Wunder treiben können und der Wundheilung im Weg stehen. Für eine schnelle, unproblematische Heilung des Tattoos, solltest du auf schweißtreibenden Sport für ca. zwei Wochen verzichten. 

Leonie
Leonie
Fitness gehört in meinen Alltag, wie für andere der Kaffee am Morgen. Seit ein paar Jahren bin ich als Digital Nomad am Reisen und konnte so die Yoga Hochburgen von Bali in Indonesien bis zum Lake Atitlan in Guatemala kennenlernen. Gerade beim Reisen ist mir die Fitness- und Yoga Routine extrem wichtig geworden, denn wenn man immer unterwegs ist, ist der kleinste Hauch von Stabilität Goldwert! Strongmonkey ist dabei die perfekte Plattform, um die Erfahrungen und Tipps von Yogis von überall auf der Welt zu teilen und so anderen Fitnessliebhabern dabei zu helfen, ihre perfekte Routine zu entwickeln.
Leonie
Leonie
Fitness gehört in meinen Alltag, wie für andere der Kaffee am Morgen. Seit ein paar Jahren bin ich als Digital Nomad am Reisen und konnte so die Yoga Hochburgen von Bali in Indonesien bis zum Lake Atitlan in Guatemala kennenlernen. Gerade beim Reisen ist mir die Fitness- und Yoga Routine extrem wichtig geworden, denn wenn man immer unterwegs ist, ist der kleinste Hauch von Stabilität Goldwert! Strongmonkey ist dabei die perfekte Plattform, um die Erfahrungen und Tipps von Yogis von überall auf der Welt zu teilen und so anderen Fitnessliebhabern dabei zu helfen, ihre perfekte Routine zu entwickeln.

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