Wer darf wann wieder öffnen? Corona-Lockerungen für Fitnessstudios in der Übersicht nach Bundesland

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Abstand, Hygiene und Co.: Diverse Regeln gelten für die bevorstehende Wiedereröffnung der Fitnessstudios. Allerdings gibt es sowohl für das Wann als auch für das Wie bundesweit kein einheitliches Vorgehen. Die Bundesländer entscheiden vielmehr individuell und legen die Bedingungen für die Corona-Lockerungen selbst fest. So ist der aktuelle Stand in Sachen Studioöffnung in den Ländern.

Wer darf wann wieder öffnen? Diese Frage bewegt die ganze Fitnessbranche. Sehnsüchtig warten die Betreiber und fast 12 Millionen Mitglieder seit Wochen auf ein Ende des Corona-Lockdowns.

Nachdem bei der Bund-Länder-Konferenz am 6. Mai 2020 bekannt wurde, dass die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus weitreichend gelockert werden sollen, ließen die ersten Ankündigungen der Länderchefs nicht lange auf sich warten.

Welche Entscheidungen die einzelnen Bundesländer in Sachen Studioöffnung getroffen haben und noch treffen werden, haben wir in dieser Übersicht für dich zusammengefasst. 

HINWEIS: In unserer Übersicht findest du die veröffentlichten Informationen der Länder, für Detailfragen muust du dich zwingend an die Behörden vor Ort wenden.

Corona-Lockerungen der Bundesländer

So sehen die Corona-Lockerungen der Länder im Einzelnen aus:

Nordrhein-Westfalen: 11. Mai 2020

Das bevölkerungsreichste Bundesland NRW geht trotz vergleichsweise hoher Fallzahlen voran. Unmittelbar nach Ende der Pressekonferenz von Merkel, Söder und Tschentscher verkündete NRW-Ministerpräsident und Kandidat für den CDU-Vorsitz Armin Laschet, dass Fitnessstudios ab 11. Mai 2020 unter Auflagen wieder öffnen dürfen.

Schleswig-Holstein: 18. Mai 2020

In Schleswig-Holstein soll Indoor-Sport unter Auflagen ab 18. Mai 2020 wieder möglich sein. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) betonte, dass damit auch Fitnessstudios wieder öffnen können.


Sachsen: 18. Mai 2020

Sachsen hat entschieden, ebenfalls am 18. Mai 2020 neben Theatern, Opern, Kinos und Konzertveranstaltern auch Fitnessstudios, Tanz- und Musikschulen, Fahrschulen und Freibädern eine Wiederöffnung zu gestatten. Details will Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) in den kommenden Tagen bekannt geben und mit den Einrichtungen besprechen.

Niedersachsen: 25. Mai 2020 angedacht

Der NDR hatte bereits am 4. Mai 2020 über einen möglichen Stufenplan der Regierung in Niedersachsen berichtet. Diesem zu Folge wäre eine Wiedereröffnung ab dem 25. Mai 2020 möglich.

Hessen: noch im Mai 2020

Laut Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) könnten im Bundesland Hessen zeitnahe Wiedereröffnungen von Fitnessstudios noch im Mai erfolgen. Eine Entscheidung werde voraussichtlich am Abend des 7. Mai fallen. Eine Pressekonferenz ist für 17 Uhr angesetzt – du kannst diese live im hr-Fernsehen verfolgen.

Baden-Württemberg: Ab Pfingsten 2020

Die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg sieht vor, dass unter anderem Fitnessstudios ab Pfingsten schrittweise wieder öffnen dürfen.

Thüringen: Städte und Kreise entscheiden

Thüringen überträgt die Entscheidung für diverse Lockerungen der Corona-Beschränkungen an seine Städte und Landkreise. Darunter fällt auch die Öffnung der Fitnessstudios.

Mecklenburg-Vorpommern: Datum steht noch nicht fest

Bislang steht noch nicht fest, wann Mecklenburg-Vorpommern die Lockerungen für Fitnessstudios erweitert. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) will sich Donnerstagabend (7. Mai 2020) gegen 19 Uhr äußern, aktuell tagt das Corona-Kabinett noch, der NDR überträgt live. Bekannt wurde bereits, dass Sonnenstudios am 7. Mai 2020 wieder öffnen durften.

Rheinland-Pfalz: weitere Beratungen

In Rheinland-Pfalz will die Landesregierung den Stufenplan für Fitnessstudios in der Woche vom 11. Mai 2020 weiter beraten, so Ministerpräsidentin ‚Malu‘ Dreyer (SPD).

Hamburg: Entscheidung am 12. Mai 2020

In Hamburg wird die entsprechende Verordnung nach Senatsangaben am 12. Mai 2020 beschlossen.

Bayern: Erst im Juni 2020

Fitnessstudios im Freistaat Bayern können laut aktuellen Meldungen wohl erst im Laufe des Juni mit einer Wiedereröffnung rechnen.

Bremen: Fitnessstudios später dran

Für Bremen gilt: Es wird noch eine ganze Weile dauern. Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) bat, was die Öffnung von Fitnessstudios und Schwimmbädern in geschlossenen Räumen angeht, weiter um Geduld. Darüber könne erst in einer späteren Phase entschieden werden. 

Berlin, Brandenburg, Saarland, Sachsen-Anhalt

Für die verbleibenden Bundesländer – also Berlin, Brandenburg, das Saarland, Sachsen-Anhalt – liegen aktuell keine weiteren Meldungen für Fitnessstudios vor.

Diese Übersicht wird regelmäßig aktualisiert. Weitere Informationen zur Wiedereröffnung in den einzelnen Bundesländern findest du auch auf der Webseite des DSSV.

Bereits entschieden hatten die Länderchefs im Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel, dass der unterbrochene Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel schrittweise wieder erlaubt werden soll. Über weitere Details zur Sportausübung informierten Merkel, Söder und Tschentscher in einer Pressekonferenz.

Im Video: Corona-Lockerungen – Pressekonferenz der Bundeskanzlerin

 

Fitnesstraining wird sich in Post-Corona-Zeiten aber in ganz Deutschland deutlich von der Zeit vor der Corona-Krise unterscheiden. Die jetzt angekündigten schrittweisen Lockerungen und Wiedereröffnung der Studios ist nämlich wie auch in anderen Branchen mit strengen Hygiene-Vorschriften verbunden.

Studio-Wiedereröffnung unter Vorgaben

Soll heißen: Studiobetreiber müssen sich darauf vorbereiten, die von den Ländern festgelegten Vorgaben für Sicherheit und Hygiene einzuhalten. Nur so kannst du sicherstellen, dass eine Wiedereröffnung Ihres Studios auch möglich ist und Bestand hat.

UMKLEIDEN UND DUSCHEN BLEIBEN GESCHLOSSEN

Vom Büro ins Gym und dann in Ruhe umziehen, kannst du erstmal vergessen. Die Umkleiden und Duschen bleiben zu. Das bedeutet auch: Handtuch vergessen und du musst draußen bleiben. Trainieren mit Handtuch ist in den meisten Studios eh Pflicht. Jetzt aber auch vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Die größte Herausforderung für die Sportler ist jedoch die Masken- und Handschuhpflicht. Sportler müssen beim Besuch des Fitnessstudios, ähnlich wie in einem öffentlichen Verkehrsmittel oder Supermarkt, einen Gesichtsschutz tragen. Zum weiteren Schutz der Mitglieder sind die Betreiber der Studios verpflichtet, neben ausreichend Desinfektionsmitteln auch Einweghandschuhe für die Sportler zur Verfügung zu stellen. Selbst mitgebrachte Trainingshandschuhe sind nicht erlaubt.

1,5 METER ABSTAND MUSS GEWÄHRLEISTET SEIN

Die Masken- und Handschuhpflicht gilt selbstverständlich auch für die Studiomitarbeiter. Diese sind außerdem angehalten, die Trainingsflächen und -geräte regelmäßig großflächig zu desinfizieren. Aber auch stark hustende oder niesende Mitglieder höflich aufzufordern, das Studio zu verlassen. Auch wenn „nur“ um eine Allergie der Grund für das Niesen und Husten sein sollte. Zudem müssen sie darauf achten, dass die Mitglieder einen Sicherheitsabstand von 1,5 m einhalten.

Um das zu gewährleisten ist nicht mehr als eine Person pro 10 m² zur gleichen Zeit im Studio gestattet. Dazu müssen die meisten Studios den Abstand zwischen den Geräten erhöhen. Das wird dazu führen, dass insgesamt weniger Geräte in den Studios zur Verfügung stehen werden.

Die wichtigsten möglichen Beschlüsse im Überblick:

  • Die Studios öffnen in Nordrhein-Westfalen am 11.05. mit Einschränkungen (die anderen Bundesländer werden voraussichtlich zeitnah nachziehen)
  • Duschen, Umkleiden und Saunen dürfen nicht benutzt werden
  • Handtuchpflicht
  • Begrenzte Mitgliederanzahl
  • Das Training soll auf eine Stunde begrenzt sein
  • Es müssen 1,5 m Abstand zwischen den Sportlern gewährleistet sein
  • Studiomitarbeiter sind angehalten, Masken zu tragen.
  • Die Studios müssen gut durchlüftet werden.

Quelle: Dieser Artikel ist Original zuerst bei fitnessmanagement.de und auf loox.com erschienen

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